Richtlinien zur Bodensanierung und -überwachung

1.3 Bedeutung der Einbeziehung der Bodengesundheit in die Wiederaufforstung

für Ihre privaten Foto

Wenn der Bodenschutz fehlschlägt und die Böden als Teil der allgemeinen Waldschädigung oder als Hauptursache degradiert sind, ist eine Bodensanierung unerlässlich (Maes et al., 2023). Es ist klar, dass Wald- und Bodensanierung eng miteinander verbunden sind, da die Bodengesundheit die Walderholung und die langfristige Stabilität des Ökosystems direkt beeinflusst (Raupp et al., 2024). 

Wiederhergestellte Wälder tragen zur Anreicherung organischer Stoffe, zur Bodenstabilität und zu einem verbesserten Nährstoffkreislauf bei, was zu einer verbesserten Kohlenstoffbindung, dem Erhalt der Biodiversität und der Klimaresilienz führt. Umgekehrt kann die Erholung der Wälder durch degradierte Böden behindert werden (Jenkins & Schaap, 2018; Jiba et al., 2024; Page-Dumroese et al., 2021; Powers et al., 2015). Solche Integration ist auch im Rahmen der Restaurierung unerlässlichIn den letzten Jahren gab es einen Anstieg an politischen Maßnahmen zur Wiederherstellung von Wäldern und Böden (Cliquet et al., 2022; Mansuy et al., 2022). Ein prominentes Beispiel ist der europäische Grüne Deal, eine strategische Initiative mit dem Ziel, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. Als Teil dieser Initiative legt das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur rechtsverbindliche Wiederherstellungsziele für die EU-Mitgliedstaaten fest, mit dem Ziel, bis 2030 mindestens 20 % der Land- und Meeresflächen der EU und bis 2050 alle geschädigten Ökosysteme wiederherzustellen. Auf globaler Ebene spielen Initiativen wie die Bonn Challenge – die bis 2030 350 Millionen Hektar geschädigte und abgeholzte Flächen wiederherstellen will – und die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen – die Regierungen, Gemeinden und Unternehmen zum Handeln mobilisiert – ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Umweltzerstörung. Trotz dieser Bemühungen liegt bei Renaturierungsmaßnahmen oft der Schwerpunkt auf oberirdischer Biomasse, wie Baumwachstum und Kronendach, während wichtige unterirdische Komponenten vernachlässigt werden (Aerts & Honnay, 2011; Farrell et al., 2020). Dieses Ungleichgewicht kann den langfristigen Erfolg von Renaturierungsbemühungen gefährden (Nolan et al., 2021). Die Definition von Waldthemen wird durch ökologische und sozioökologische Kontexte sowie die Werte und Überzeugungen verschiedener Interessengruppen geprägt. Das Verständnis dieser unterschiedlichen Perspektiven ist für eine wirksame Umsetzung der Waldrenaturierung in Europa unerlässlich, insbesondere wenn widersprüchliche Ansichten zu Meinungsverschiedenheiten führen können (O'Brien et al., 2025).