Leitlinien für die Entwicklung von Upscaling-Plänen

Dieser Leitfaden soll die Wiederherstellung von Waldlebensräumen über Demonstrations- und Pilotprojekte hinaus fördern. Er bietet Orientierungshilfen und Beispiele bewährter Verfahren für die Planung, Festlegung des Umfangs, die Umsetzung und die Überprüfung von Demonstrations- und Pilotprojekten. 

Einführung

Der Leitfaden soll denjenigen, die Pilot- oder Demonstrationsprojekte entwickeln oder durchführen, Ratschläge geben, wie sie sicherstellen können, dass ihre Arbeit über die Projektlaufzeit hinaus zu stärkeren Wiederherstellungsaktivitäten führt. Wir betonen, dass die Berücksichtigung einer Ausweitung ein kontinuierlicher Prozess vom Beginn eines Pilotprojekts bis zu dessen Abschluss sein sollte. Der Leitfaden behandelt die Prozesse, die zur Maximierung der Ausweitungswahrscheinlichkeit eingesetzt werden sollten, und wird durch eine Vorlage zur Erfassung der Ergebnisse dieser Prozesse ergänzt. Er bietet einen umfassenden Überblick über die Ausweitung von Waldwiederherstellungsbemühungen durch den Übergang von kleinen Demonstrations- oder Pilotprojekten zu größeren, koordinierten Wiederherstellungsinitiativen. Er betont, dass bei jedem Demonstrations- oder Pilotprojekt stets die breitere Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse im Auge behalten werden sollte. Dies sollte bereits mit der anfänglichen Planung des Projekts beginnen und während der Abschluss- und Berichtsphase fortgesetzt werden. 

Eine Möglichkeit, dieses Lernen zu erfassen, ist die Entwicklung eines „Routenplan für die Ausweitung der WaldwiederherstellungEin Routenplan ist ein strategisches Dokument, das Erkenntnisse und Erfahrungen aus kleinen Demonstrationsprojekten zusammenfasst und diese in einen Handlungsplan für regionale oder nationale Renaturierungsprogramme übersetzt. Es handelt sich also um einen Bottom-up-Ansatz, der praktisches Lernen verbindet und die Renaturierung im großen Maßstab im Einklang mit globalen, EU- und nationalen Renaturierungsinitiativen unterstützt.

Der Leitfaden richtet sich in erster Linie an Leiter und Koordinatoren von Pilotprojekten zur Waldwiederaufforstung. Er bietet praktische Ratschläge und einen Rahmen für die Erfassung der Erfahrungen aus lokalen Wiederaufforstungsbemühungen und ermöglicht so deren Integration in umfassendere regionale oder nationale Wiederaufforstungsstrategien. Der Prozess zur Entwicklung eines Routenplans sollte fünf grundlegende Fragen beantworten:

  • Warum ist eine großflächige Wiederaufforstung erforderlich? Hierzu gehört die Festlegung eines übergreifenden Wiederherstellungsziels und die klare Erläuterung der zugrunde liegenden Bedürfnisse und Motivationen für die Wiederherstellung. Auch die Identifizierung von Synergien und Konflikten mit anderen Wiederherstellungszielen sollte dazu gehören.
  • Wer sind die wichtigsten Akteure für die Hochskalierung? Für eine effektive Ausweitung ist die Einbindung unterschiedlicher Akteursgruppen und Interessengruppen erforderlich, die für die Weitergabe der im Pilotprojekt gewonnenen Erkenntnisse von zentraler Bedeutung sind. Dazu gehören Landbesitzer, politische Entscheidungsträger, Akteure der forstwirtschaftlichen Wertschöpfungskette, die Zivilgesellschaft und Wissensanbieter.
  • Wo sollte die Wiederherstellung Priorität haben? Bei der Sanierung im großen Maßstab stellen sich neue Fragen im Zusammenhang mit Grundbesitzern, Gerichtsbarkeit und ökologischen Bedingungen, die eine Raumplanung erfordern.
  • Welche zentralen Hindernisse müssen überwunden werden? Barrieren treten in mehreren Dimensionen auf und hier ist eine sogenannte „PESTEL“-Analyse, die Probleme in den politischen, wirtschaftlichen, sozialen, technischen, ökologischen und rechtlichen Dimensionen untersucht, ein hilfreicher Ansatz.
  • Welche Empfehlungen gibt das Projekt zum Abbau der Hindernisse für eine umfassendere Wiederherstellung? Als Endergebnis sollte die Routenkarte Anleitungen, Ratschläge und Empfehlungen enthalten

1. Hintergrund

Indem Sie Ihre Erfahrung den Beteiligten zur Verfügung stellen, die die Sanierung im großen Maßstab durchführen, sichern Sie den Erfolg Ihres Pilotprojekts. Neben der eigentlichen Sanierung stellt dies ein wichtiges Ergebnis Ihrer Arbeit dar.

2. Strategischer Ansatz zur Hochskalierung

Ein allgemeines Prinzip unserer Arbeit ist, dass die Berücksichtigung der Skalierung ein kontinuierlicher Prozess vom Beginn eines Pilotprojekts bis zu dessen Abschluss sein sollte. Andernfalls kann es sein, dass die Gestaltung des Pilot- oder Demonstrationsstandorts nicht die richtigen Probleme angeht oder das richtige Publikum erreicht.

3. Wie können die wichtigsten Probleme und Hindernisse angegangen werden?

Die strategische Analyse und die damit verbundene PESTEL-Analyse identifizieren eine Reihe von Problemen, die angegangen werden müssen. Der Routenplan muss die Erfahrungen, das Fachwissen und die Empfehlungen des Pilotprojekts zur Lösung dieser Probleme berücksichtigen.

4. Empfehlungen entwickeln

Basierend auf Ihrer strategischen Analyse und der Art und Weise, wie Sie die Hindernisse voraussichtlich überwinden können, sollte der abschließende Teil Ihres Upscaling-Routenplans Ihre Anleitung, Ratschläge und Empfehlungen dazu enthalten, wie Sie die in der PESTEL-Analyse identifizierten Haupthindernisse auf der Grundlage Ihres Wissens und Ihrer Erfahrung überwinden können.