Der Erhalt von Habitatbäumen, Totholz und wertvollen Waldlebensräumen ist ein zentraler Bestandteil der integrierten Forstwirtschaft und trägt dazu bei, die Kontinuität und Vernetzung von Habitatstrukturen in der Landschaft zu bewahren. Der Erhalt von Habitaten ist wichtig für den Schutz waldlebender Arten, verringert die Auswirkungen der Forstwirtschaft auf empfindliche Ökosysteme wie aquatische Lebensräume und verbessert die Widerstandsfähigkeit bewirtschafteter Wälder.
Die Erhaltung von Habitatbäumen beinhaltet das gezielte Belassen lebender und stehender toter Bäume während der Holzernte, um wichtige Lebensräume und ökologische Funktionen zu gewährleisten. Habitatbäume tragen zur Erhaltung der Biodiversität im Wald bei und fördern die Entwicklung strukturreicherer Waldbestände.
Totholz ist ein wesentlicher Bestandteil von Waldökosystemen und trägt zur Biodiversität sowie zu einer Reihe ökologischer Prozesse bei. Die Erhaltung ausreichender Mengen und einer Vielfalt an Totholzarten ist daher ein wichtiger Aspekt der integrativen Forstwirtschaft.
Der Begriff „Erhaltungsgrad“ bezieht sich auf die Menge, Verteilung und räumliche Anordnung der erhaltenen Bäume, Habitatbäume, Totholz und Erhaltungsflächen in mehreren Waldbeständen.
Der Schutz wertvoller Lebensräume sichert den langfristigen Erhalt von Waldgebieten mit besonders hohem Lebensraumwert. Integrative Forstwirtschaft hebt dies als zentralen Ansatz neben anderen Maßnahmen zur Erhaltung der Waldlandschaft hervor.
Waldreservate sind Gebiete, die von aktiver Bewirtschaftung ausgenommen sind, um die Artenvielfalt zu schützen und natürliche ökologische Prozesse zu ermöglichen. Sie bieten wichtige Lebensräume und sichern gleichzeitig Ökosystemfunktionen wie die Kohlenstoffspeicherung und den Wasserschutz.