Leitlinien für ein integratives Waldmanagement

P3-A2 Vorverjüngung in Altbeständen

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Die Erhaltung der Vorverjüngung kann die Waldregeneration nach Störungen erleichtern und den Bedarf an Anpflanzungen oder Aussaaten verringern. Forstwirtschaftliche Maßnahmen können deren Etablierung vor der Holzernte fördern und die bestehende Verjüngung während der Holzernte schützen.

Einführung

Als Vorverjüngung bezeichnet man Sämlinge und Jungbäume, die sich vor der Holzernte oder größeren Störungen unter dem Kronendach des Waldes etablieren. Die Erhaltung der Vorverjüngung in Altbeständen kann die Waldregeneration nach natürlichen Störungen fördern und den Bedarf an Anpflanzungen oder Aussaaten verringern. Eine gut entwickelte Vorverjüngung trägt außerdem zum Erhalt lokal angepasster genetischer Ressourcen und zur Struktur- und Artenvielfalt bei. Ihr Erfolg hängt jedoch von geeigneten Bedingungen im Kronendach, ausreichend Licht für die Ansiedlung und das Wachstum, der Verfügbarkeit von Saatgut, geeigneten Mikrostandorten und einer wirksamen Kontrolle des Verbissdrucks ab. Forstwirtschaftliche Maßnahmen sollten daher die Etablierung der Vorverjüngung vor der Holzernte fördern und die bestehende Verjüngung während der Holzernte schützen.