Leitlinien für ein integratives Waldmanagement

P4-A1-2 Selektive Ernte und Vermeidung von Kahlschlag

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Selektive Ernteverfahren erhalten die geschlossene Walddecke und fördern so die strukturelle Vielfalt. Verschiedene Verjüngungsmethoden ermöglichen die Berücksichtigung von Baumarten mit unterschiedlichen ökologischen Ansprüchen.

Einführung

Selektive Erntesysteme erhalten die geschlossene Walddecke, indem sie Bäume gezielt ernten, anstatt den gesamten Bestand zu entfernen. Im Vergleich zu Kahlschlagverfahren können diese Ansätze die Anpassungsfähigkeit der Wälder an den Klimawandel verbessern und gleichzeitig die strukturelle Vielfalt und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren fördern. Studien zeigen zudem, dass sie die Biodiversität unterstützen und soziale Vorteile bieten, darunter eine verbesserte Landschaftsästhetik und ein höherer Erholungswert. Ihre Eignung hängt jedoch von den Standortbedingungen, den Bewirtschaftungszielen und den Baumarten ab. Beispielsweise können kleine Kronenlücken schattentolerante Arten begünstigen, während sie die Regeneration lichtbedürftiger Arten einschränken. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert daher die Auswahl von Ernte- und Regenerationsmethoden, die den lokalen Gegebenheiten und Bewirtschaftungszielen entsprechen, insbesondere wenn die Ansiedlung lichtbedürftiger, nicht heimischer oder nicht heimischer Arten gewünscht ist.