Wie bei jeder Investition sollten die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen des jeweiligen Landes, in dem Sie tätig sind, ein entscheidender Faktor bei der Entscheidung für oder gegen Investitionen in die Waldwiederherstellung sein. Im Vergleich zu anderen Lebensräumen und Ökosystemen verfügen Wälder in Europa bereits über etablierte forstpolitische und rechtliche Systeme – einige davon reichen Jahrhunderte zurück –, die die Rechte und Pflichten von Waldbesitzern und -bewirtschaftern festlegen. Diese Gesetze können sich jedoch von Land zu Land erheblich unterscheiden. Daher ist es wichtig, die jeweiligen Bestimmungen zu prüfen, wenn Sie Investitionen in verschiedenen Ländern in Betracht ziehen: Gehen Sie nicht davon aus, dass die Regelungen überall gleich sind.
Neben den relativ stabilen und etablierten nationalen Forstgesetzen sind in den letzten Jahren zahlreiche internationale Richtlinien mit Auswirkungen auf Wälder und Forstprodukte entstanden (z. B. die EU-Entwaldungsverordnung). Studien belegen eine relativ hohe vertikale Kohärenz zwischen diesen neuen internationalen und nationalen sowie regionalen Gesetzen (vertikale Kohärenz beschreibt hier, wie gut Gesetze auf verschiedenen Ebenen – international, national und regional – aufeinander abgestimmt sind). Dies gilt insbesondere für die EU (weitere Informationen dazu finden Sie hier), was die Wahrscheinlichkeit ihrer langfristigen Stabilität erhöht. Es gibt weitere Regulierungsarten, die Wälder und Forstwirtschaft betreffen und ebenfalls berücksichtigt werden sollten (z. B. Arbeitsrecht, allgemeines Eigentumsrecht, Biodiversitätsgesetze). Untersuchungen zeigen, dass von diesen anderen Regulierungen ein höheres Potenzial für unerwartete Auswirkungen ausgeht, die im Widerspruch zum Forstrecht oder den Zielen der Waldwiederherstellung stehen können. Dies trifft beispielsweise auf die Bioökonomie zu.
Das politische Umfeld hat neben der Regulierung weitere wichtige Auswirkungen, beispielsweise auf den Einsatz von Kapital und anderen Ressourcen durch Regierungen sowie auf Kommunikation und politische Kampagnen. Dies ist besonders wichtig für Naturmärkte, wo die Rolle des Staates bei deren Einrichtung, Förderung und Regulierung entscheidend ist. Ein Beispiel hierfür ist der staatliche britische „Woodland Carbon Code“ (UK-Waldkohlenstoffkodex) als Grundlage für Märkte mit freiwilligen CO₂-Zertifikaten.
Angesichts der weltweiten geopolitischen Unsicherheit und der zunehmenden Bedeutung von Klimaanpassung gegenüber Klimaschutzmaßnahmen ist die langfristige Stabilität relevanter Richtlinien und Vorschriften schwerer vorherzusagen. Sie sollten daher in jedem Portfolio Risikominderungsstrategien berücksichtigen. Ein wichtiger Aspekt ist die vertikale und horizontale Kohärenz im Bereich der Renaturierung und der damit verbundenen Märkte (hierfür gibt es entsprechende Hinweise). werden auf dieser Seite erläutert), da dies einen Hinweis auf wahrscheinlichen Veränderungsdruck gibt. Die Multifunktionalität europäischer Wälder kann jedoch dazu beitragen, die Risiken politischer Instabilität zu verringern, da die Erträge aus Investitionen in die Waldwiederherstellung (im Gegensatz zur Wiederherstellung anderer Lebensräume) über naturbasierte Märkte hinausgehen können (z. B. durch Holz oder andere biobasierte Materialien).
Dieser methodische Rahmen ermöglicht es Akteuren und politischen Entscheidungsträgern im Bereich der Waldwiederaufforstung, die Kohärenz von Strategien und Praktiken zur Waldwiederaufforstung mit den Zielen anderer forstbezogener Politikbereiche zu bewerten. Dies kann die Identifizierung von Kompromissen und Synergien unterstützen und so die Planung und Umsetzung von Initiativen zur Waldwiederaufforstung (Politik) unterstützen.
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse am Beispiel Schwedens, wo forstwirtschaftliche Interessen und Gesetze eine wichtige Rolle bei der Wiederherstellung von Wäldern spielen. Er untersucht insbesondere die Kohärenz auf nationaler Ebene in Bezug auf forstwirtschaftliche Politikbereiche (horizontale Kohärenz) sowie auf nationaler und EU-Ebene (vertikale Kohärenz).
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse für Frankreich, wo die Wiederaufforstung als wichtiger Ansatz zur Förderung der Klimaanpassung und des Schutzes der biologischen Vielfalt in Wäldern gilt.
Der vorliegende Bericht fasst die wichtigsten Ergebnisse für Deutschland kurz zusammen, wo die Wiederaufforstung vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Anforderungen gerecht werden muss.
Dieser Bericht stellt kurz die wichtigsten Ergebnisse für Spanien dar, ein Land mit einer langen Geschichte der Wiederaufforstung, wo die fortschreitende Aufgabe ländlicher Gebiete sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung für die Bemühungen zur Wiederaufforstung darstellen kann.
Dieser Bericht fasst kurz die wichtigsten Ergebnisse für Dänemark zusammen, wo die Wiederaufforstung als wichtiger Ansatz zur Förderung der Klimaanpassung und des Schutzes der Artenvielfalt in Wäldern gilt.
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse für die Tschechische Republik, wo aufgrund der erheblichen Schäden die Wiederherstellung widerstandsfähiger, artenreicher Wälder dringend erforderlich ist.
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse für Italien, wo die Bemühungen zur Wiederaufforstung in städtischen Gebieten ganz oben auf der politischen Agenda stehen.
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse für Rumänien, dessen verbleibender Urwald zunehmend in den Fokus der EU-Umweltpolitik gerückt ist.
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Politikkohärenzanalyse für Kroatien.
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Politikkohärenzanalyse für Schottland.
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der Politikkohärenzanalyse für Serbien.
Dieser Bericht bietet einen kurzen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse für die Niederlande, wo die Forstpolitik stark in die Umweltpolitik integriert ist.
Unsere Ergebnisse zeigen, dass zwar zahlreiche sektorale Politiken die Forstpolitik und -bewirtschaftung in den verschiedenen EU-Mitgliedstaaten beeinflussen, die meisten Instrumente jedoch aus der Naturschutzpolitik stammen, für die sich die EU und die Mitgliedstaaten die Gesetzgebungskompetenz teilen. Insbesondere die kürzlich erlassene Verordnung zur Wiederherstellung der Natur (NRR) führt strenge, rechtsverbindliche und direkt anwendbare Bestimmungen für die Forstbewirtschaftung in den Mitgliedstaaten ein.
Diese Studie analysiert die Umsetzung des EU-Natura-2000-Netzwerks in Österreich. Sie wendet Implementierungstheorien an, um Verzögerungen und unterschiedliche Ergebnisse in den Bundesländern zu erklären und beleuchtet dabei die Rolle von Verwaltungskapazität, institutionellem Druck, der Compliance-Kultur und der Dynamik der Interessengruppen. Die Ergebnisse zeigen drei Umsetzungsmodi und anhaltende Herausforderungen für die Politikkohärenz auf.