Die großflächige Wiederherstellung von Wäldern erfordert mehr als nur ökologisches Wissen – sie ist auch auf innovative und zuverlässige finanzielle Unterstützung angewiesen. In ganz Europa sind verschiedene Finanzierungsmechanismen vorhanden oder in der Entwicklung, die öffentliche Politik, private Investitionen und hybride Ansätze kombinieren. Dazu gehören Zahlungen für Ökosystemleistungen (PES), Kohlenstoffmärkte, Subventionen und philanthropische Fonds. Die Identifizierung des richtigen Instrumentenmix ist entscheidend, um sicherzustellen, dass Wiederherstellungsbemühungen wirtschaftlich tragfähig, gesellschaftlich akzeptiert und ökologisch sinnvoll sind. Dieser Abschnitt bietet einen Einstieg, um zu verstehen, wie verschiedene Finanzierungsmodelle die langfristige Wiederherstellung von Wäldern in unterschiedlichen Kontexten unterstützen können.
In den weiterführenden Literaturmaterialien (siehe unten unter „Verwandte Ressourcen“) stellen wir Beispiele wie PES, Kohlenstoffsysteme (Label Bas Carbone), Subventionen, Waldzertifizierung und private Stiftungsfonds wie Plantons pour l'avenir vor. Erkenntnisse aus 398 Antworten auf den SUPERB-Online-Fragebogen fließen in eine frei zugängliche Datenbank mit praktischem Wissen zur Renaturierung ein. Regionalspezifische Ansätze, wie die Forst- und Wiederaufforstungskonzepte Nordrhein-Westfalens, zeigen, wie Finanzierungen an lokale ökologische Bedürfnisse angepasst werden können. Weitere Themen sind grüne Infrastruktur, die Renaturierung kleiner Waldflächen und adaptives Management.
Um Zugang zu Fördermitteln zu erhalten, müssen Projektentwickler im Bereich der Renaturierung zunächst die verschiedenen verfügbaren Finanzierungsquellen und deren Nutzung verstehen. Der Leitfaden für Projektentwickler im Bereich der privaten Finanzierung (Europa) soll ihnen dabei helfen, die bestehenden Optionen der privaten Finanzierung zu verstehen und zu beurteilen, ob diese ihren Bedürfnissen entsprechen.
Die weitere Erstellung naturbasierter Emissionszertifikate unter Verwendung fragwürdiger Bilanzierungsmethoden wird nur begrenzte Vorteile hinsichtlich Kohlenstoffdioxid und Biodiversität bringen. Erst die Schaffung wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit erschließt das Potenzial der Emissionszertifikate, einen sinnvollen Beitrag zu den Zielen der Abkommen von Paris und Kunming-Montreal zu leisten.
Biodiversitätsgutschriften gewinnen zunehmend an Bedeutung für die Umweltfinanzierung. Wir untersuchen ihre Auswirkungen, Angebot/Nachfrage, Bündelungsmöglichkeiten und Sicherheitsvorkehrungen und untersuchen 34 Pilotprojekte sowie Erkenntnisse aus Kompensationen und Emissionsgutschriften. Herausforderungen sind die Zusätzlichkeit, Permanenz, Verlagerung und die Marktfähigkeit der Biodiversität. Um Qualität zu gewährleisten und Fehler der Vergangenheit zu vermeiden, sind solide Grundlagen, Standards und Governance erforderlich.
Diese Studie evaluiert Englands neue Biodiversitäts-Nettogewinnpolitik (BNG). Die Analyse wichtiger Entwicklungen zwischen 2020 und 2022 zeigt, dass 27 % der Biodiversitätseinheiten aufgrund von Governance-Lücken einem hohen Risiko der Nichteinhaltung ausgesetzt sind. Fehler bei den BNG-Berechnungen waren häufig, und unterfinanzierte Räte genehmigten oft fehlerhafte Pläne. Um die Wirksamkeit der Politik zu gewährleisten, sind eine stärkere Governance und Überwachung erforderlich.
Die globalen Ziele zur Wiederherstellung von Ökosystemen kommen aufgrund von Finanzierungslücken nur langsam voran. Öffentliche Mittel dominieren zwar, doch die Ausweitung privater Finanzierungen ist entscheidend, wird aber durch den Mangel an rentablen Investitionen eingeschränkt. Marktmechanismen wie freiwillige CO2- und Biodiversitätskompensationsmärkte ziehen private Mittel an, laufen aber Gefahr, nicht mit sozialen und ökologischen Zielen in Einklang zu stehen. Um positive Ergebnisse zu gewährleisten, sind eine starke Governance und Aufsicht unerlässlich.