Die gemeinsame Gestaltung und Entwicklung von Sanierungsansätzen und -plänen mit den Beteiligten sollte frühzeitig im Prozess beginnen, damit deren Input, Ideen und Perspektiven in die Strategie einfließen können. Die gemeinsame Gestaltung und Entwicklung sollte kein einmaliger Austausch sein, sondern ein fortlaufender Prozess mit Feedback- und Austauschschleifen, während die Pläne konkreter werden.
Erfolgreiche Wiederherstellung und Überwachung von Wäldern erfordert die aktive Beteiligung verschiedener Interessengruppen – darunter andere Waldbesitzer, politische Entscheidungsträger, lokale Gemeinden und Wissenschaftler. Die Einbindung dieser Gruppen in den gesamten Wiederherstellungsprozess trägt dazu bei, dass die Ziele kontextspezifisch, operativ umsetzbar und breit unterstützt sind. Zudem bringen die verschiedenen Interessengruppen unterschiedliche Erkenntnisse ein, die die Wiederherstellung unterstützen können. Dieser Prozess schafft zudem Vertrauen, Legitimität und langfristiges Engagement aller Beteiligten und erhöht Transparenz und Rechenschaftspflicht. Ebenso wichtig ist die Etablierung robuster Kommunikationskanäle und des Wissensaustauschs zwischen den Sektoren. Der Austausch von Daten, Erfahrungen und Best Practices fördert die Abstimmung, ermöglicht ein adaptives Management und stellt sicher, dass Wiederherstellungsstrategien sowohl auf wissenschaftlichen Erkenntnissen als auch auf lokalem ökologischem Wissen basieren.
Wenn Sie einen Co-Design-Prozess anstreben, beinhaltet dieser die gemeinsame Entwicklung von Renaturierungszielen, Strategien und Umsetzungsmethoden. Die Beteiligten gestalten nicht nur die technischen Aspekte (z. B. welche Arten gepflanzt oder welche Bereiche priorisiert werden sollen), sondern auch die Governance-Strukturen und Entscheidungsprozesse mit. Dies trägt dazu bei, unterschiedliche Interessen auszugleichen und sicherzustellen, dass die Projektergebnisse den lokalen Bedürfnissen entsprechen (weitere Informationen zu potenziellen Konflikten und Mediationsansätzen finden Sie weiter unten in den entsprechenden Ressourcen).
Der Co-Design-Prozess sollte iterativ sein und regelmäßige Feedbackschleifen beinhalten, die es den Beteiligten ermöglichen, den Fortschritt zu überprüfen, Strategien anzupassen und erfolgreiche Praktiken im Laufe der Zeit zu skalieren. Die Einrichtung einer Co-Creation braucht Zeit und erfordert Vertrauensbildung – unter anderem, damit die Beteiligten das Gefühl haben, dass ihre Worte zählen, dass auch sie aufgeführt werden, dass sie etwas davon haben und am Restaurierungsprozess beteiligt sind.
Mögliche Formate:
Exkursionen: Exkursionen schaffen ein gemeinsames Verständnis der Gegebenheiten, Herausforderungen und Chancen vor Ort. Die Anwesenheit vor Ort verankert die Diskussionen in der Realität, regt praktische Ideen an und stärkt das Vertrauen zwischen den Teilnehmenden. Exkursionen können geführte Begehungen, Kartierungen, die Identifizierung wichtiger Merkmale und offene Diskussionen umfassen. Diese Aktivitäten ermöglichen es den Beteiligten, ihr lokales Wissen einzubringen, mögliche Maßnahmen zu visualisieren und gemeinsam Renaturierungspläne so zu gestalten, dass sie sowohl ökologischen Bedürfnissen als auch den Prioritäten der Gemeinde gerecht werden.
Stakeholder-Workshops: Strukturierte Workshops, die in wichtigen Projektphasen (Zielsetzung, Planung, Umsetzung, Überprüfung) organisiert werden, fördern den Dialog, die Konsensbildung und die gemeinsame Entscheidungsfindung.
Partizipative Kartierung und Planung: Instrumente wie die partizipative Kartierung helfen den Beteiligten, Landschaftsgrenzen zu definieren, Prioritäten für die Wiederherstellung festzulegen und Maßnahmen gemeinsam zu planen.
Gemeinsame Überwachung und Bewertung: Die Interessengruppen sind an der Überwachung der Projektergebnisse und der Bewertung des Erfolgs beteiligt, wobei sowohl ökologische als auch soziale Indikatoren berücksichtigt werden.
Gemeinsames Eigentum: Durch die Einbeziehung der Interessengruppen in jeder Phase fördert die gemeinsame Gestaltung ein Gefühl der Mitbestimmung und des Engagements und erhöht so die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Verantwortung und Nachhaltigkeit.
„Forest Storytelling and Engagement for Change“ bietet eine Reihe praktischer Tools und Ausgangspunkte, um diejenigen, die mit Wäldern leben und arbeiten, dabei zu unterstützen, herauszufinden, welche Arten von Geschichten erzählt werden, und herauszufinden, wie man Geschichten erzählt, die einen Unterschied machen können.
Im dritten der SUPERB/IUFRO „Monatlichen Waldwiederherstellungsgespräche“, das im Januar 2023 stattfand, erörterte Markus Höhl, technischer Projektmanager bei der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI), wie die Versprechen der lokalen Gemeinschaften zur Wiederherstellung der Waldlandschaft erfüllt werden können.