Bär

Planer / Umsetzer

2. Planung und Design

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Eine gute Restaurierungsplanung stimmt die Ziele auf allen Ebenen aufeinander ab, gewährleistet die Wirkung auf Landschaftsebene und leitet eine effektive, umfassende Umsetzung.

Gute Planung und Konzeption ermöglichen es Ihnen, Aktivitäten zu optimieren und zu koordinieren, um eine Vielzahl von Zielen auf Bestands-, Landschafts- oder Unternehmensebene zu erreichen. Ohne Pläne werden Entscheidungen von Fall zu Fall getroffen, was zwar für den einzelnen Standort noch zu vernünftigen Ergebnissen hinsichtlich spezifischer Indikatoren führen kann. Mit Sicherheit verpassen Sie jedoch die Möglichkeit, ein breites Spektrum an Restaurierungsergebnissen flächenübergreifend und im Zeitverlauf zu optimieren. 
Eine effektive Planung und Gestaltung von Renaturierungsmaßnahmen – ob für einzelne Landbesitzer, Großunternehmen oder Regierungen – erfordert die Integration ökologischer, sozialer, rechtlicher und wirtschaftlicher Aspekte auf verschiedenen Ebenen. Basierend auf der Festlegung der Renaturierungsziele und einer ersten Bewertung des betreffenden Waldgebiets kann mit der Planung und Gestaltung der Renaturierungsmaßnahmen begonnen werden. Dieses Kapitel fasst einige der wichtigsten zu berücksichtigenden Elemente zusammen. Ein umfassender Plan muss jedoch alle in diesem Restoration Journey vorgestellten Aspekte berücksichtigen. Neben der Auswahl geeigneter Standorte und der Berücksichtigung spezifischer Renaturierungsmaßnahmen muss der Plan auch finanzielle und rechtliche Aspekte, die Rolle der Beteiligten sowie die Identifizierung von Risiken berücksichtigen, die den Erfolg der Initiative gefährden könnten. 
Abschließend sei daran erinnert, dass die wichtigste Funktion des Plans darin besteht, den Personen oder Organisationen, die den Plan umsetzen werden, das Ergebnis des Planungsprozesses mitzuteilen, und nicht darin, die Aktivitäten des Planers aufzuzeichnen. 

2.1 Vision, Ziele und Vorgaben

Jede Waldrestaurierung beginnt mit einer klaren Orientierung. Die Definition von Zielen, Zielsetzungen und einer Leitvision hilft, die vielen Herausforderungen und Kompromisse zu meistern, die mit der Wiederherstellung von Ökosystemen verbunden sind.

2.2 Auswahl der Baumart und der Saatgutquelle

Die Wahl klimaresistenter Baumarten und Samenquellen ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg der Wiederherstellung. Werkzeuge können bei dieser Entscheidung helfen.

2.4 Sanierungsplan

Ein Wiederherstellungsplan ist das Rückgrat jeder Waldwiederherstellungsmaßnahme und setzt langfristige ökologische Visionen in praktische Schritte um. Er bietet einen gemeinsamen Handlungsplan und stellt sicher, dass Ziele, Aktivitäten und die Einbindung der Interessengruppen aufeinander abgestimmt und im Laufe der Zeit anpassbar sind.

2.5 Finanzen

Um den langfristigen ökologischen und sozialen Erfolg zu gewährleisten, bedarf es einer umfassenden und verlässlichen Finanzierung – etwa durch PES, Kohlenstoffmärkte oder Subventionen – für eine Ausweitung der Wiederaufforstung.

2.6 Gesetze und Vorschriften

Die Wiederherstellung von Wäldern muss gesetzlichen Vorschriften entsprechen und mit politischen Maßnahmen vereinbar sein. Verschiedene Politikbereiche können die Wiederherstellungsziele beeinflussen oder sich mit ihnen überschneiden. Daher ist es wichtig, vor der Umsetzung mögliche Synergien und Kompromisse zu bewerten.

2.7 Risiken und Resilienz

Ohne die Berücksichtigung zukünftiger Bedrohungen können selbst gut geplante Projekte keine nachhaltigen Vorteile bringen. Angesichts der durch den Klimawandel bedingten Zunahme von Waldstörungen ist es von größter Wichtigkeit, die Anstrengungen im ganzheitlichen Störungsrisikomanagement zu verstärken und den gesamten Risikomanagementzyklus einzubeziehen. Dies beginnt mit der Planung von Maßnahmen zur Wiederherstellung nach Störungen, die die Widerstandsfähigkeit des Waldes stärken und Störungen vorbeugen. Eine Schlüsselstrategie ist die Umwandlung von Monokulturen in Mischwälder. Wälder mit verschiedenen Baumarten sind besser gerüstet, um Störungen wie Stürmen und Schädlingen zu widerstehen und sich davon zu erholen. In artenreichen Wäldern ist die Wahrscheinlichkeit großflächiger Baumsterben geringer, da verschiedene Baumarten unterschiedlich auf Stress reagieren.

2.8 Gemeinsame Gestaltung/Entwicklung mit Stakeholdern

Durch die gemeinsame Gestaltung mit verschiedenen Interessengruppen wird Vertrauen aufgebaut, potenzielle Spannungen werden beseitigt, Relevanz sichergestellt und die Wiederherstellung durch geteiltes Wissen und gemeinsames Eigentum gestärkt.