Unterstützte Baummigration
Für sieben wichtige europäische Baumarten wurden Szenarien zur unterstützten Migration modelliert. Um die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu stärken, wird empfohlen, Nadelbäume in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets durch Laubbäume zu ersetzen. Die Erhaltung oder gar Vergrößerung der aktuellen Kohlenstoffsenken ist nur möglich, wenn Saatgut verwendet wird, das an zukünftige Klimabedingungen angepasst ist.
Der Klimawandel bedroht die Rolle der europäischen Wälder als langfristige Kohlenstoffsenke. Unterstützte Migration zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der Waldbaumpopulationen gegenüber dem Klimawandel zu erhöhen, indem artspezifische klimatische Grenzen und lokale Anpassungen durch die Übertragung von Saatgutherkünften genutzt werden. Wir haben Szenarien unterstützter Migration für sieben wichtige europäische Baumarten modelliert und die Auswirkungen der Auswahl von Arten und Saatgutherkünften unter Berücksichtigung von Umwelt- und genetischen Variationen auf die jährliche oberirdische Kohlenstoffsenke nachwachsender Jungwälder analysiert. Um die Widerstandsfähigkeit der Wälder zu erhöhen, müssen Nadelbäume in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebiets durch Laubbaumarten ersetzt werden. Die Verwendung lokaler Saatgutherkünfte würde bis 2061–2080 zu einer Verringerung der aktuellen Kohlenstoffsenke (40 TgC pro Jahr) um 34–41 % führen. Bei Verwendung von an zukünftige Klimata angepassten Saatgutherkünften könnten die aktuellen Senken jedoch erhalten oder sogar auf 48–60 TgC pro Jahr erhöht werden.