Waldbestand nach Kahlschlag und Baumstumpfentnahme. Foto: Jon Andersson
Dieses Buchkapitel erörtert Optionen zur Landschaftswiederherstellung in Schweden. Es beleuchtet verschiedene Arten der Wiederherstellung und legt dabei besonderen Wert auf die präventive Wiederherstellung – eine Wiederherstellung, die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Gegebenheiten gleichermaßen berücksichtigt. Zur Analyse der Landschaftssituation werden vier zentrale Planungsdimensionen betrachtet: Landnutzung, Waldalter, Baumarten und Waldmerkmale.
Historische Gegebenheiten, die als Grundlage für die Definition von Wiederherstellungszielen dienen, sind ohne Anpassung dieser Ziele an die erwarteten zukünftigen Bedingungen nicht anwendbar. Vorbereitende Wiederherstellungsansätze, definiert als Wiederherstellung, die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Bedingungen im Kontext des Klimawandels gleichzeitig berücksichtigt, sind notwendig, um den Schutz der Biodiversität und die Bereitstellung von Ökosystemleistungen zu verbessern. Große Teile borealer Waldlandschaften werden durch industrielle Forstwirtschaftspraktiken transformiert und degradiert. Angesichts der weitgehend fragmentierten und zu kleinen verbleibenden Gebiete mit hohem Schutzwert reichen Schutz und Erhaltung nicht aus und müssen durch aktive Wiederherstellung innerhalb der bewirtschafteten Waldmatrix ergänzt werden. Eine erfolgreiche Wiederherstellung von Waldlandschaften integriert unterschiedliche räumliche und zeitliche Skalen und Auflösungen, um Wiederherstellungsrouten zu entwickeln, die den erwarteten zukünftigen Herausforderungen der Nachhaltigkeit sowie den Planungs- und Governance-Rahmen bestmöglich gerecht werden.