Eine Untersuchung gesellschaftlicher Wahrnehmungen von Wäldern. Foto: Tanja Esser / Adobe Stock
Diese Studie untersucht, wie Menschen in verschiedenen europäischen Regionen Wälder und deren Wiederaufforstung wahrnehmen und sich damit auseinandersetzen. Anhand von Interviews in Schweden, Schottland, Deutschland, Serbien/Kroatien und Spanien werden unterschiedliche Sichtweisen auf Wälder aufgezeigt. Die Studie belegt, dass sich frühere Wiederaufforstungsmaßnahmen hauptsächlich auf Biodiversität und Gefahrenabwehr konzentrierten und andere Vorteile vernachlässigten. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer inklusiven Wiederaufforstung, die die Werte und gesellschaftlichen Einstellungen der jeweiligen Gemeinschaften widerspiegelt.
Wälder bieten essenzielle ökologische und sozioökonomische Vorteile. Dennoch werden die Wahrnehmungen und Interaktionen der Bevölkerung mit diesen Ökosystemen bei Wiederaufforstungsmaßnahmen oft vernachlässigt. Diese Studie untersucht die öffentliche Wahrnehmung von Wäldern und Wiederaufforstungsprojekten in ausgewählten Regionen Schwedens, Schottlands, Deutschlands, Serbiens/Kroatiens und Spaniens. Grundlage hierfür sind strukturierte Interviews mit 20 Schlüsselpersonen. Die thematische Analyse identifizierte zwei Hauptperspektiven: Wälder als „alles umfassendes“ und Wälder als „einzigartige Orte“. Die Ergebnisse zeigen, dass sich frühere Wiederaufforstungsinitiativen häufig auf den Erhalt der Biodiversität und die Minderung von Gefahren konzentrierten, während die umfassenderen Vorteile und die soziale Nutzung der Wälder weniger Beachtung fanden. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung inklusiver, sozialverträglicher Wiederaufforstungsstrategien, die die Werte der Gemeinschaften einbeziehen, eine breitere Beteiligung gewährleisten und die Umsetzung europäischer und globaler Wiederaufforstungspolitiken unterstützen.