Schüler werden über das Marteloskop unterrichtet. Bildnachweis: EFI
Der Leitfaden erklärt, wie Marteloskope und digitale Werkzeuge genutzt werden können, um einen strukturierten Dialog zwischen Forstfachleuten und Bürgern zu ermöglichen, indem sie partizipatives Lernen über forstwirtschaftliche Entscheidungen fördern.
Der digitale Leitfaden von Martelkom bietet einen praktischen Rahmen für die Nutzung von Marteloskopen als partizipative Lernumgebungen, die die Kommunikation zwischen Forstfachleuten und der Öffentlichkeit fördern. Marteloskope sind vollständig inventarisierte Waldflächen, auf denen die Teilnehmenden mithilfe digitaler Werkzeuge forstwirtschaftliche Entscheidungen simulieren und deren ökologische und ökonomische Folgen unmittelbar beobachten können.
Der Leitfaden konzentriert sich auf die Konzeption und Durchführung strukturierter Dialogformate. Er beschreibt, wie partizipative Übungen vorbereitet, Zielgruppen definiert, Lernmodule organisiert und moderierte Diskussionen über die Abwägungen im Waldmanagement geführt werden können. Die Teilnehmenden setzen sich mit der Wahrnehmung des Waldes auseinander, simulieren Managemententscheidungen und reflektieren gemeinsam die Ergebnisse. Dadurch verbessern sie ihr Verständnis für den Erhalt der Biodiversität, die Auswirkungen des Klimawandels und die multifunktionale Waldbewirtschaftung.
Der Leitfaden betont Kommunikationsprinzipien wie Transparenz, Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und erfahrungsorientiertes Lernen. Er positioniert Marteloskope nicht nur als Schulungsinstrumente, sondern auch als Plattformen für soziales Lernen, die Einbindung von Interessengruppen und den Aufbau von Vertrauen in der Forstpolitik.