Bildnachweis: ForestGALES
ForestGALES ist ein computergestütztes Entscheidungsunterstützungssystem und hybrid-mechanistisches Modell, das das Risiko von Windschäden an Wäldern in Großbritannien und mehreren anderen Ländern bewertet und so den Vergleich der Auswirkungen verschiedener forstwirtschaftlicher Praktiken ermöglicht.
So funktioniert ForestGALES – Berechnung des Windrisikos
ForestGALES arbeitet innerhalb eines standardisierten Risikorahmens, wobei Risiko als das Zusammenspiel zwischen der Verletzlichkeit eines Systems und der Gefahr, der es ausgesetzt ist, definiert wird. Die Risikoberechnung erfolgt daher in zwei Schritten. Erstens: Verwundbarkeit Die Anfälligkeit von Bäumen für Windschäden wird als die kritische Windgeschwindigkeit berechnet, bei der Bäume entweder entwurzelt werden oder Stammbruch erleiden. Anschließend wird das lokale Windklima abgeleitet, um die Windgefährdung darzustellen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Windklimata zu charakterisieren. Traditionell und am häufigsten geschieht dies mithilfe einer Weibull-Verteilung der mittleren Windgeschwindigkeiten an einem bestimmten Standort. In der britischen Forstwirtschaft wurde der DAMS-Windstärkeindex entwickelt, um eine verständliche Interpretation der Weibull-Verteilung der Windgeschwindigkeiten zu ermöglichen. Das Risiko wird dann als die Wahrscheinlichkeit definiert, die berechneten kritischen Windgeschwindigkeiten unter Berücksichtigung des lokalen Windklimas zu überschreiten. Aus dieser Wahrscheinlichkeit lassen sich die Wiederkehrperioden von Sturmschäden, basierend auf dem Standort des Bestandes, berechnen. ForestGALES berechnet die Anfälligkeit für Windschäden anhand von Baumdaten wie Art, Höhe, Stammdurchmesser und Alter (zur Schätzung von Höhe und Durchmesser, falls diese nicht direkt bekannt sind) sowie Standortdaten wie Bodentyp, Wurzeltiefe, Baumabstand, Durchforstung und Waldrandbeschaffenheit (akklimatisiert oder „grün“). vs nicht akklimatisiert oder „braun“).