Indikator: Gestörtes oder beschädigtes Waldgebiet

Bildungs- und Öffentlichkeitsmaterialien

01. April 2026
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Beschädigtes Waldgebiet

Die Überwachung von Störungen und Schäden im Wald ist für das Integrative Forstmanagement (IFM) unerlässlich, da sie ein rechtzeitiges und wirksames Eingreifen gegen Bedrohungen ermöglicht. Daher wurde dieser Indikator als einer von 17 Indikatoren für IFM ausgewählt. IFM kann Störungen und Schäden durch integrierte Schadensmanagementpraktiken mindern, die die Förderung vielfältiger Waldstrukturen und standortangepasster, gemischter Baumartenzusammensetzungen umfassen. Diese Vielfalt stärkt die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems und macht Wälder weniger anfällig für abiotische und biotische Bedrohungen. Regelmäßige Überwachung ermöglicht es Forstmanagern, frühe Anzeichen von Störungen oder Schäden zu erkennen, deren Schweregrad einzuschätzen und umgehend geeignete Maßnahmen zu ergreifen (Patacca et al., 2023). Dieser proaktive Ansatz schützt nicht nur die Gesundheit und Produktivität des Waldes, sondern auch die Biodiversität und andere Ökosystemleistungen. 

Das Ziel des integrativen Waldmanagements (IFM) für diesen Indikator lautet: „Stärkung der Widerstandsfähigkeit des Waldes“. Zu den damit verbundenen Ökosystemleistungen des Waldes (FES) gehören Widerstandsfähigkeit, Biodiversität und Kohlenstoffbindung.

Erläuterung der Bedeutung für die IFM-Bewertung
Die Überwachung von Waldstörungen und -schäden ist für integriertes Waldmanagement (IFM) unerlässlich, da sie ein rechtzeitiges und wirksames Reagieren auf neu auftretende Bedrohungen ermöglicht. IFM kann Störungen und Schäden durch integrierte Schadensmanagementpraktiken mindern, darunter die Förderung vielfältiger Waldstrukturen und standortangepasster, gemischter Baumartenzusammensetzungen. Diese Vielfalt stärkt die Widerstandsfähigkeit des Ökosystems und macht Wälder weniger anfällig für abiotische und biotische Bedrohungen. Regelmäßige Überwachung hilft Forstmanagern, frühe Anzeichen von Störungen oder Schäden zu erkennen, deren Schweregrad einzuschätzen und umgehend geeignete Maßnahmen zu ergreifen (Patacca et al., 2023). Dieser proaktive Ansatz schützt die Gesundheit und Produktivität des Waldes sowie die Biodiversität und andere Ökosystemleistungen.

Merkmale (Art und Zweck des Indikators):
• Bei diesem Indikator handelt es sich um einen „Druckindikator“.
• Es kann dazu beitragen, ein höheres Maß an Störungen oder Schäden vorherzusehen, wenn sich der Klimawandel verstärkt.
• Es berichtet über den Zustand des Waldökosystems.
• Es vermittelt über den Druck auf den Wald durch beobachtete Störungen oder Schäden.
• Es unterstützt die Entscheidungsfindung hinsichtlich Schadensminderungs- und Resilienzmaßnahmen.

Kompromisse
• Akzeptierte natürliche Störung (Baumsterben) ≠ Schaden (monetäre oder soziokulturelle Auswirkungen der Störung auf menschliche Werte)
• Beschädigte Waldfläche ≠ Holzproduktion
• Beschädigte Waldfläche ≠ Bereitstellung von Ökosystemleistungen
• Beschädigte Flächen so schnell wie möglich beseitigen und mit standortangepassten Arten wiederaufforsten ≠ auf natürliche Regeneration warten.

Regionalisierung
• Schäden durch Stürme, Wind und Schnee betreffen hauptsächlich die Regionen Nord-, Südost- und Mittelosteuropas.
• Große Waldbrände betreffen hauptsächlich den Mittelmeerraum.
• Die durch Wildtiere verursachten Waldschäden waren in Nordeuropa am größten und in Südosteuropa am geringsten.
• In Mitteleuropa kam es durch Borkenkäferplagen zu einem massiven Waldsterben.

Lokale Maßeinheit
Die lokale Maßeinheit ist die Fläche (ha) und der Anteil der Waldfläche, der durch Folgendes gestört/beschädigt wurde (%):
• Insekten und Krankheiten
• extreme Wetterereignisse
• Feuer
• andere biotische Faktoren wie Wildtiere und Beweidung

Nationale Maßeinheit
Die nationale Maßeinheit ist die Fläche (ha) und der Anteil der Waldfläche (%), der durch Folgendes geschädigt wurde:
• Insekten und Krankheiten
• extreme Wetterereignisse
• Feuer
• anderer biotischer Erreger

Datenquellen auf nationaler Ebene
• Nationale Waldinventuren (NFI) 
•    Copernicus C3S-Datensatz für verbrannte Gebiete 
•    DFDEDatenbank zu Waldstörungen  
•    EFFISEuropäisches Waldbrandinformationssystem 
•    Wald Europa 
•    ICP-Wälder (zur Entlaubung) 
•    INForest-Datenbank 
•    Landsat-Satellits  

Indikatorreferenzen Diese Globales Kernset 6 und Forest Europe 2.4

Zielwert oder Schwellenwert und gewünschte Richtung
• EU-Ziel: Verringerung der Entwaldung und der Walddegradierung (Entwaldungsverordnung, EP und Rat, 2023).
• Vorgeschlagener Schwellenwert: >10 % der Waldfläche betroffen = beschädigte Waldfläche mit potenziellem wirtschaftlichem Verlust und Habitatverlust (Köhl et al., 2024; Robertson et al., 2024).
• Richtung: Durch integriertes Waldmanagement die geschädigte Waldfläche verringern, um wirtschaftliche Verluste und Lebensraumverluste zu vermeiden.

Medien

Dieser Indikator ist einer von 17 Indikatoren, die für das Integrative Forstmanagement (IFM) identifiziert wurden.
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Quelle/Autor(en)
  • Stefanie Linser
Topic
  • Umsetzung
  • Überwachung und Projektierung
  • Passive Waldwiederherstellung