Partizipative Geographische Informationssysteme (PGIS)

Werkzeuge und Methoden

29. August 2025
für Ihre privaten Foto

Foto: Partizipatives GIS ermöglicht es Gemeinden und Interessengruppen, aktiv an Planungsprozessen teilzunehmen.

Partizipatives GIS (PGIS) oder Public Participatory GIS (PPGIS) ist ein kollaborativer Ansatz, der Geoinformationssysteme (GIS) und digitale Kartierungswerkzeuge nutzt, um lokale Gemeinschaften und Interessengruppen in die Datenerhebung und Entscheidungsfindung einzubeziehen. Es stärkt die lokale Bevölkerung, indem es ihr Wissen, ihre Perspektiven und Anliegen in Themen wie Stadtplanung, Landnutzung und Naturschutz einfließen lässt und so mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung und demokratische Entscheidungsfindung fördert.

Partizipative Geografische Informationssysteme (PGIS) kombinieren traditionelle GIS-Technologie mit dem Wissen und der aktiven Beteiligung lokaler Gemeinschaften und ermöglichen so effektivere, gerechtere und nachhaltigere Wiederaufforstungsmaßnahmen. Sie integrieren wissenschaftliche Daten mit lokalem, indigenem Wissen und schaffen so ein umfassenderes Verständnis der Landschaft.

PGIS ermöglicht es lokalen Gemeinden, sich aktiv am Planungsprozess zu beteiligen, indem sie Gebiete kartieren, die sie als wichtig für die Wiederherstellung erachten. Dazu gehört die Identifizierung kulturell bedeutsamer Stätten, traditioneller Ressourcengebiete oder bestimmter Standorte, die von Degradierung betroffen sind. Dieser Prozess stellt sicher, dass die Wiederherstellungspläne mit den Bedürfnissen und Werten der Menschen übereinstimmen, die im Wald leben und auf ihn angewiesen sind.

PGIS kann bei der Wiederaufforstung auf verschiedene Weise eingesetzt werden:

Gemeinsame Planung und Standortauswahl

PGIS ermöglicht es lokalen Gemeinden, sich aktiv am Planungsprozess zu beteiligen, indem sie Gebiete kartieren, die sie als wichtig für die Wiederherstellung erachten. Dazu gehört die Identifizierung kulturell bedeutsamer Stätten, traditioneller Ressourcengebiete oder bestimmter Standorte, die von Degradierung betroffen sind. Dieser Prozess stellt sicher, dass die Wiederherstellungspläne mit den Bedürfnissen und Werten der Menschen übereinstimmen, die im Wald leben und auf ihn angewiesen sind.

Monitoring und Evaluierung

Community-Mitglieder können PGIS-Tools verwenden, um den Fortschritt von Restaurierungsprojekten zu überwachen. Sie können Daten über Dinge wie die Überlebensrate gepflanzter Bäume, den Gesundheitszustand der Vegetation oder das Vorhandensein invasiver Arten sammeln. Diese Echtzeit-Informationen vor Ort sind für Projektmanager von entscheidender Bedeutung, um rechtzeitig Anpassungen vornehmen zu können und den Erfolg der Wiederherstellungsbemühungen sicherzustellen. PGIS befähigt Gemeinden, Verantwortung für ihre eigene Umwelt zu übernehmen.

Wissensintegration

PGIS fungiert als Brücke zwischen wissenschaftlichen Daten und lokalem ökologischen Wissen. Wissenschaftler können Fernerkundungsdaten wie Satellitenbilder und Drohnenaufnahmen nutzen, um großflächige Abholzungen und Landnutzungsänderungen zu beurteilen. Lokale Gemeinden können diese Karten dann anhand ihres eigenen Wissens mit weiteren Informationen ergänzen, beispielsweise mit den besten Standorten für bestimmte einheimische Baumarten, historischen Brandmustern oder traditionellen Wasserquellen. Durch diese Integration entsteht ein umfassenderes und genaueres Bild des Ökosystems.

Konfliktlösung und Empowerment

Durch die Einbeziehung aller Beteiligten in den Kartierungsprozess trägt PGIS dazu bei, potenzielle Konflikte hinsichtlich Landnutzung und Ressourcen zu erkennen und zu mildern. Wenn die Gemeinschaften mitbestimmen können, wo und wie die Wiederherstellung erfolgt, stärkt dies ihr Verantwortungsbewusstsein. Dieser Bottom-up-Ansatz bei der Entscheidungsfindung fördert die Stärkung der Gemeinschaft und führt zu nachhaltigeren und erfolgreicheren Wiederherstellungsergebnissen.

Aktuelle IT-Fortschritte haben das Potenzial für Partizipatives GIS (PGIS). Das Aufkommen frei zugänglicher Erdbeobachtungsdaten und -software, wie beispielsweise Ressourcen von Google Earth und der Global Land Cover Facility, in Kombination mit Cloud-basiertem Computing hat die Land- und Waldkartierung revolutioniert. Diese Entwicklung hat den einst mühsamen Prozess der Vorverarbeitung von Satellitendaten vereinfacht und ermöglicht die gleichzeitige Nutzung mehrerer Datenquellen, wodurch die globale Überwachung von Umwelt- und Landressourcen deutlich verbessert wurde.

Gleichzeitig werden Lösungen für das Sammeln Freiwillige geografische Informationen (VGI) sind allgemein zugänglich geworden. Crowdsourcing-Daten – oft unter Verwendung von Plattformen wie Google Earth – sind heute eine gängige, ressourcenschonende Methode zur Validierung globaler und regionaler Karten von Landbedeckung, Landumwandlung, Ackerland und Waldbedeckung. Dies zeigt den immensen Wert von VGI bei der Generierung wichtiger geografischer Validierungsdaten, insbesondere in bisher datenarmen Regionen.

Art der Lizenz: Nicht angegeben/unbekannt

Zugriff auf den gesamten Inhalt
Quelle/Autor(en)
  • Nora Fagerholm
  • María García-Martín
  • Mario Torralba
  • Claudia Bieling
  • Tobias Plieninger
Topic
  • Überwachung und Projektierung
  • Planung & Upscaling
  • Soziales & Stakeholder
Stakeholders
  • Grundbesitzer & Praktiker
  • Planer & Umsetzer
  • Politische Akteure
Zweck
  • Aufforstung, Wiederaufforstung
  • Konnektivität und Landschaftsvielfalt
  • Natürliche Prozesse und Erhaltung des Ökosystems
  • 3 weitere anzeigen
Räumlicher Maßstab
  • Einzugsgebiet
  • Landschaft