Projizierte Ökosystemdaten - Deutschland

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31. Juli 2025
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Projizierte Ökosystemdaten - Deutschland

EFISCEN-Space ist ein Waldressourcenprojektionsmodell, das Einblicke in die zukünftige Entwicklung von Wäldern liefert. Das Modell wird verwendet, um Wiederherstellungsszenarien in den verschiedenen Demogebieten zu verfolgen. In diesem Fall bei den Wiederherstellungsmaßnahmen in der deutschen Demo. 

Diese Fallstudie, die auf dem Waldressourcenprognosemodell EFISCEN-Space basiert, konzentriert sich auf die Wiederherstellungsmaßnahmen im deutschen Demonstrationsgebiet. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie zeigen, dass Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäferbefalls auf einer Fläche von 87,000 ha (von insgesamt 854,000 ha in NRW) durchgeführt wurden, entweder durch die Entwicklung eines artenreicheren Laubwaldkonzepts oder durch eine stärkere Betonung der Holzproduktion. Aufgrund der Auswirkungen könnte der Wald in NRW bis 2050 etwa 50–70 Millionen Tonnen CO₂ verlieren. Infolgedessen würde sich die Waldzusammensetzung in allen Szenarien verändern; nur das Wiederherstellungsszenario 2 ermöglicht eine Erholung auf das frühere Niveau, sowohl hinsichtlich des Gesamtvolumens als auch des Holzvorrats. Die Reduzierung größerer Brusthöhendurchmesser (BHD), insbesondere von Laubbäumen (aufgrund des relativ hohen Holzeinschlags), wird in allen Szenarien potenziell Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Die relative Stabilität der Laubbaumarten in den BHD-Klassen 90–100 deutet jedoch darauf hin, dass die Wiederherstellungsszenarien im Vergleich die besten Bedingungen für den Erhalt der Biodiversität bieten. Insgesamt unterscheiden sich die Szenarien hinsichtlich ihres Potenzials zur Minderung des Klimawandels, wobei Szenario 2 (Wiederherstellung) das größte Potenzial bietet (obwohl die Wälder in NRW in allen Szenarien lange Phasen des Kohlenstoffverlusts durchlaufen werden). Die Wiederherstellung gestörter Standorte mit Laubbäumen wird Zeit in Anspruch nehmen und über Jahrzehnte mit reduzierten Holzeinschlagsmengen (1–2 Mio. m³/Jahr) einhergehen. Insgesamt wird mehr Laubholz und geringere Mengen an Nadelholzprodukten zur Verfügung stehen. Die erforderlichen 87000 ha Wiederherstellungsfläche werden erhebliche Kosten verursachen: rund 1 Milliarde Euro bei einem durchschnittlichen Hektarpreis von 11.500 Euro (gemäß Arbeitsplan) bzw. etwa 40 Millionen Euro pro Jahr, wenn die Maßnahmen bis 2050 durchgeführt werden.

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Quelle/Autor(en)
  • Gert-Jan Nabuurs
  • Silke Jacobs
  • Sara Filipek
  • Larissa Janzen
  • Marcus Lindner
Topic
  • Überwachung und Projektierung
Stakeholders
  • Grundbesitzer & Praktiker
  • Planer & Umsetzer
  • Politische Akteure
Biogeografische Region
  • Atlantik
  • Continental
Länder
  • Deutschland
Veröffentlichungsdatum der Ressource
  • 2025