Wiederherstellung der österreichischen Wälder von der Vergangenheit bis heute: Einblicke nationaler Experten

Bericht für die österreichische Darstellung der Waldwiederherstellung

Publikationen

11. September 2025
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Foto: Österreichische Waldinventur

Österreichs Wälder sind seit Jahrhunderten zentral für die nationale Identität, die Lebensgrundlagen der ländlichen Bevölkerung und die ökologische Stabilität. Historische Aufforstungskampagnen und staatliche Schutzmaßnahmen legten den Grundstein für die heutigen ausgedehnten Waldflächen, die neben Holz auch wichtige Ökosystemleistungen wie Schutz vor Naturgefahren, Erhalt der Artenvielfalt und Kohlenstoffspeicherung erbringen. 

Der Bericht hebt Österreichs proaktive Politik hervor, darunter den 350 Millionen Euro schweren Waldfonds, der Aufforstung, Waldumwandlung und Ökosystemleistungen fördert und gleichzeitig die Klimaresilienz stärkt. Es wurden bedeutende Fortschritte bei der Ausweitung der Waldfläche und der Integration der Wiederaufforstung in nationale Strategien erzielt; fast ein Drittel der österreichischen Waldfläche steht mittlerweile unter Schutz . Dennoch steht das Land vor anhaltenden Herausforderungen . Borkenkäferbefall, Klimastress, zersplitterte Besitzverhältnisse und konkurrierende Ansprüche aus Holzgewinnung, Tourismus und Naturschutz erschweren die Bewirtschaftung. Die Instrumente für Monitoring und Planung verbessern sich zwar, doch langfristige Koordination und nachhaltige Finanzierung bleiben unerlässlich, um die Kluft zwischen politischen Zielen und deren praktischer Umsetzung zu überbrücken. Österreichs Erfahrungen verdeutlichen die komplexen Abwägungen moderner Forstpolitik. Passive Renaturierung, aktive Aufforstung und naturnahe Bewirtschaftung werden parallel angewendet und spiegeln einen pragmatischen Ansatz zur Wiederaufforstung wider. Das Land zeigt, wie Wiederaufforstung gleichzeitig zur Biodiversität, zum Klimaschutz und zur Katastrophenvorsorge beitragen und dabei den kulturellen und wirtschaftlichen Wert der Wälder erhalten kann. Österreich dient somit als wertvolle Fallstudie für Europa und bietet wichtige Erkenntnisse zu Resilienz, Einbindung von Interessengruppen und dem Ausgleich vielfältiger gesellschaftlicher Erwartungen angesichts begrenzter Waldressourcen. Zentrale Ergebnisse sind: 1) Waldausdehnung und -schutz: Österreich hat seine Waldfläche seit dem 19. Jahrhundert nahezu verdoppelt, wobei heute rund ein Drittel der Wälder unter Schutz steht; 2) Anhaltende Herausforderungen: Klimastress, Borkenkäferbefall und zersplitterte Besitzverhältnisse gefährden den Fortschritt der Wiederaufforstung und unterstreichen die Notwendigkeit eines koordinierten Managements; 3) Politische Innovationen: Instrumente wie der Waldfonds und Zahlungen für Ökosystemleistungen zeigen, wie finanzielle und politische Instrumente großflächige Wiederaufforstungen vorantreiben und gleichzeitig ökonomische und ökologische Ziele in Einklang bringen können.

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Quelle/Autor(en)
  • Katharina Lapin
  • Elisabeth Johann
  • Johanna Hoffmann
  • Silvio Schüler
Topic
  • Aktive Wiederherstellung
  • Umsetzung
  • Planung & Upscaling
Stakeholders
  • Grundbesitzer & Praktiker
  • Planer & Umsetzer
  • Politische Akteure
Zweck
  • Klimaschutz
Veröffentlichungsdatum der Ressource
  • 2019