Eine Marteloscope-Übung wird in Belgien von Silvester Boonen/EFI durchgeführt. Foto: Raghav/EFI
Dieser Artikel stellt das Integrate+ Marteloskop-Konzept als praktisches, feldorientiertes Schulungs- und Entscheidungshilfeinstrument vor, das Forstwirten, Naturschützern und anderen Interessengruppen hilft, die Zielkonflikte zwischen Biodiversitätserhaltung und Forstproduktion durch praktische Übungen zur Baumauswahl besser zu verstehen.
Der Artikel stellt vor Marteloskope als standardisierte Waldflächen, auf denen jeder Baum kartiert, vermessen und detailliert beschrieben wird, einschließlich seines wirtschaftlichen Werts und seiner Biodiversitätsmerkmale wie baumbezogener Mikrohabitate. Entwickelt und erweitert innerhalb der Integrate+ NetzwerkMarteloskope sind als Lern- und Dialogwerkzeuge konzipiert und nicht als experimentelle Forschungsanordnungen.
Die Teilnehmenden simulieren Baumauswahlentscheidungen direkt im Wald, unterstützt durch digitale Werkzeuge, die die Auswirkungen auf den Holzwert, die Bestandesstruktur und Biodiversitätsindikatoren sofort berechnen. Indem sie die Folgen sichtbar machen, fördern Marteloskope das gemeinsame Verständnis verschiedener Berufsgruppen und regen die Diskussion über multifunktionale Waldbewirtschaftung an.
Die Studie betont, dass die Beobachtung der Folgen von Managemententscheidungen dazu beiträgt, die Kluft zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen den Perspektiven der verschiedenen Interessengruppen zu überbrücken. Marteloskope erweisen sich daher als effektiver Ansatz für Kapazitätsaufbau, Wissensaustausch und eine verbesserte Umsetzung integrativer Forstwirtschaft in ganz Europa.