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Diese wissenschaftliche Arbeit stellt die schwedischen Waldschutzinstrumente Naturschutzabkommen und Biotopschutzgebiete vor und analysiert sie. Diese Instrumente richten sich an private Waldbesitzer und ermöglichen eine hohe Flexibilität bei Renaturierungsmaßnahmen. Insgesamt ergänzen sie traditionelle Naturschutzgebiete, indem sie eine breite Palette von Waldtypen in ganz Schweden umfassen.
In Waldregionen weltweit stellt die intensive forstwirtschaftliche Nutzung eine Herausforderung für den Erhalt der Biodiversität dar und erfordert verstärkten Schutz und ökologische Wiederherstellung. Die Effizienz von Schutzgebieten muss verbessert und Waldökosysteme in einen Zustand versetzt werden, der Biodiversität, Resilienz und die Bereitstellung von Ökosystemleistungen fördert. Schweden beherbergt einen Großteil der europäischen Wälder, wobei nicht-industrielle Waldbestände dominieren und die Forstwirtschaft eine große Fläche umfasst. Daher besteht ein dringender Bedarf an erweiterten Schutz-, Wiederherstellungs- und Mehrzwecknutzungszielen. Seit den 1990er Jahren gibt es Schutzmaßnahmen durch freiwillige Naturschutzabkommen und ausgewiesene Biotopschutzgebiete, die durch finanzielle Entschädigungen für Landbesitzer unterstützt werden. Wir haben die Bestandsdichte dieser Gebiete in ganz Schweden und allen Ökoregionen über einen Zeitraum von 30 Jahren erfasst und dabei Waldtypen, Wiederherstellungsmaßnahmen, Umtriebszeiten und die Auswahl der Baumarten berücksichtigt. Die fast 14,000 Flächen mit einer Gesamtfläche von über 70,000 ha sind klein, mit einer durchschnittlichen Größe von 3–4 ha und selten größer als 20 ha. Ihr Beitrag ist wichtig, insbesondere in Südschweden, wo die Waldfläche gering und fragmentiert ist und sich auf viele verschiedene Eigentümer verteilt. Der rückläufige Schutztrend ist alarmierend, da diese Maßnahmen zur Repräsentativität der Waldtypen in der schwedischen Waldlandschaft beitragen. Aktive Wiederaufforstung dominiert gegenüber passiven Stilllegungen; Nadelwälder sind weniger vertreten als seltenere Waldtypen, viele verschiedene Baumarten werden bevorzugt, und es kommen unterschiedliche Wiederaufforstungsmethoden zum Einsatz, von denen jedoch nur wenige dominieren. Obwohl wir ihren wichtigen Beitrag anerkennen, stellen wir fest, dass die Wiederaufforstungsmethoden einseitig und repetitiv sind und eine größere Diversifizierung erforderlich ist, um die Ziele des Waldschutzes und der Mehrfachnutzung zu verbessern.