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Ein harmonisierter Rahmen zur Definition und Klassifizierung baumbezogener Mikrohabitate (TreMs) – von Baumhöhlen bis hin zu Pilzen – um die Überwachung der Biodiversität in den Wäldern in ganz Europa einheitlicher, vergleichbarer und praktischer zu gestalten.
Baumbezogene Mikrohabitate (TreMs) – wie Baumhöhlen, Rindentaschen, Totholz in der Baumkrone, Pilze und Epiphyten – sind für viele Waldarten, die in Teilen ihres Lebenszyklus auf sie angewiesen sind, von entscheidender Bedeutung. Bislang besteht jedoch kein Konsens darüber, wie diese definiert oder erfasst werden sollen.
Diese Veröffentlichung legt fest: erste standardisierte Definition und Typologie für TreMs in gemäßigten und mediterranen Wäldern in ganz Europa. Es identifiziert sieben HauptformenDie Daten werden anhand ihrer Morphologie und ihres Biodiversitätswertes in 15 Gruppen und 47 detaillierte Typen unterteilt. Das Rahmenwerk ermöglicht die Erfassung und den Vergleich von TreM-Daten über Länder, Waldtypen und Bewirtschaftungssysteme hinweg.
Über die Harmonisierung der Forschung hinaus bietet die Typologie eine praktisches Werkzeug für Manager und politische Entscheidungsträger Ziel ist es, TreMs in Waldinventuren zu integrieren, Habitatbäume zu identifizieren und den Wert des Waldschutzes genauer zu bewerten. Zudem unterstreicht es die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Dynamik von TreMs und ihrer Rolle für die Biodiversität der Wälder.
Durch die Bereitstellung gemeinsamer Definitionen und Feldmethoden stärkt diese Arbeit die Verbindung zwischen Waldmanagement, Überwachung und Erhaltung der biologischen Vielfalt – dazu beizutragen, dass lebende und tote Bäume gleichermaßen für die Lebensräume anerkannt werden, die sie beherbergen.