Stadtwälder: eine globale Perspektive

Publikationen

17. Dezember 2025
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Abbildung: FAO, 2023

Stadtforstwirtschaft ist keine Einheitslösung; jede Stadt und Region mit ihren eigenen Herausforderungen und Chancen benötigt maßgeschneiderte Strategien. Angesichts der Vielfalt und Besonderheiten der Stadtforstwirtschaft und ihres Potenzials zur Minderung ökologischer und sozioökonomischer Ungleichheiten weltweit hat die FAO Expertinnen und Experten aus aller Welt gebeten, ihre Ansichten zur Wahrnehmung und Bewirtschaftung von Stadtwäldern und -bäumen in ihren jeweiligen Gebieten darzulegen und so ein breites Spektrum regionaler Perspektiven zusammenzutragen. Ziel dieser Publikation ist es, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Stadtforstwirtschaft weltweit zu geben. Durch die Präsentation regionaler Perspektiven, Erkenntnisse, Erfahrungen und Fallstudien zur Stadt- und stadtnahen Forstwirtschaft möchten wir Einzelpersonen, Gemeinschaften und politische Entscheidungsträger dazu anregen, ihre Beziehung zu städtischen Grünflächen neu zu gestalten.

Das Hauptziel dieser Publikation ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand der urbanen Forstwirtschaft weltweit zu geben und Einzelpersonen sowie Gemeinschaften durch Einblicke und Erfahrungen in der urbanen und stadtnahen Forstwirtschaft (UPF) aus verschiedenen Regionen zu inspirieren. Aus regionaler Perspektive lässt sich aufzeigen, wie sich der Umgang mit urbanen Umgebungen grundlegend wandelt: von der Verantwortung der Städte für Umweltzerstörung hin zur Anerkennung ihres Potenzials als artenreiche und kulturelle Schätze. Jede in dieser Publikation behandelte Region weist einen einzigartigen ökologischen, kulturellen und sozioökonomischen Kontext auf, der zur Entwicklung unterschiedlicher Perspektiven und Strategien in der UPF führt. Es bestehen Unterschiede in den Ansätzen zur urbanen Forstwirtschaft zwischen Regionen mit langsamer und allmählicher Urbanisierung und solchen mit plötzlichem und exponentiellem Wachstum. In Nordamerika und Europa beispielsweise verlief die Urbanisierung stetiger und erreichte ihren Höhepunkt Mitte des 20. Jahrhunderts. Daher haben diese Regionen die Bedeutung urbaner Forstwirtschaft und städtischer Begrünung schon lange erkannt und spezifische Strategien, Finanzierungsmechanismen und klar definierte Entscheidungsprozesse entwickelt, die ein förderliches Umfeld für die Zunahme von Grünflächen in Städten geschaffen haben. Nordamerika legte beispielsweise mit organisatorischer Koordinierung und Investitionen des Bundes den Grundstein für UPF, während Europas effektive Governance-Modelle (z. B. der Boscoincittà-Park in Mailand, Italien) und die Förderung sozialer Gerechtigkeit (z. B. der Picasso-Lebensmittelwald in Parma, Italien) zu weiteren bedeutenden Fortschritten führten.

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Quelle/Autor(en)
  • Borelli S.
  • Conigliaro M.
  • Di Cagno
Betreff
  • Planung & Upscaling
  • Soziales & Stakeholder
  • Städtische und stadtnahe Wälder
Stakeholders
  • Geldgeber & Investoren
  • Planer & Umsetzer
  • Politische Akteure
Zweck
  • Aufforstung, Wiederaufforstung
  • Klimaschutz
  • Soziale und kulturelle Werte
Veröffentlichungsdatum der Ressource
  • 2023